1/21 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio, #al- (wachsen), #Kanon. #wesan ‘das Verweilen an einem Ort //

Das Wesentliche ist Inhalt, Bild und Klang geworden. Logos. Das Wort. Es erschafft den Erkenntnisraum, Dasein und das Jenseits des Diesseits, die Mitte der Zeit. Einem Visavis gegenüber zu stehen, einem Rauschen, einem Laut, der von weit her, von hinter dem Hügel, zu kommen scheint, – ich nehme seinen Faden auf. Die Sonne zieht eine Wolke vor ihr Gesicht. Die Wolke fängt zu schneien an. Die Dämmerung tritt auf. Die Königin der Nacht. Ein Oratorium. Ich schreite seinen Gang ab und summe eine Ode an das Leben. Das Leben erleben, das Wort, das Sprachgewordene, das Innige, das Plantetrische. Was habe ich alles gezählt? Was hat mich gezählt? Was zieht die Zahl zu sich hin und verwirft sich mit dem Unendlichen? Die Matherie? Das Sein und das Nichtsein?- Zwei Existenzen, die sich entgleiten und folgen, erreichen und verlieren, das Eine zum Anderen werdend. Die Mitte zur Peripherie, die Tiefe zur Höhe, der Grund zur Quelle. Welcher Anlass ist Menschsein? Welches Sehnen, welche Antwort? Welche Vergleiche und welche Gleichung. Alles, ein Radius, alles, eine Form und eine Leere. Einen Inhalt und eine Frage? Einen Bezug? Welche Frage? Welchen Bezug? Welches Nichts mit Allem? Das ist die Mathematik.

 

25/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio, #al- (wachsen), #Kanon // Illusion und Bestimmung. Neben der Zeit liegen Räume unzähliger Dimensionen. Es hatte begonnen farbig zu sein. Es hatte begonnen zu schneien. Es hatte begonnen zu atmen. Es hatte aufgehört zu denken. Es hatte aufgehört zu verstehen. Es dämmert. Es? Einen Streifen Hell am Himmel. Sanft über die Bergkuppe hebt der Wind die Welle. Gischt um Gischt. Die Welt schäumt. Ich greife nach ihr, während sie sich mir entzieht. Sie verfestigt sich, in ihrer Auflösung. Äonen. Ich rufe vorwärts, rückwärts. Mein Echo erreicht mich Lichtjahre später. Die Erleichterung, im Aufwachen, sich des Traumes gewahr zu sein. Dem Leben. Diesen Strängen aus Wirbeln, die sich mit dem Hauch der Seele in Bewegung gebracht haben und immer während, in der Ewigkeit, dieser Bestimmung folgen. Ohne Ursache und Wirkung zu sein. Ohne Gegensatz und Widerspruch. Ohne Vollkommenheit, ohne Unzulänglichkeit. Da geht ein Mensch, am Anfang dem Anfang entgegen. Er trägt die Würde in sich, seine Sprache, sein Wissen, sein Menschsein, sein Weltsein. Sein Ganz sein im Teilsein. Sein Wandel im Sein. Das ist Natur.

 

24/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio, #al- (wachsen) // Alles. Der Grund. Die Fragestellung. Diese zum Sein. Diese nach dem Sein. Nach dem Leben. Ist das Sein? Ist Sein das Leben? Ist lebend sein, das Sein, das lebendig geworden, sich bewusst wird, dass es Leben ist, das Sein bedeutet? Was deutet das Sein und ist sich des Seins als Leben bewusst? Ist, was ist, Bewusstsein, das Sein wird und im Werden sich bewusst wird, dass es Bewusstsein ist, in dem es wird. Werden. Werden und Sein ist Leben? Leben, das wird und vergeht, das kommt und entschwindet, von einem Augenblick zum anderen erscheint und doch nur Schein bleibt, Schein dessen, was Licht wirft und im Entwerfen den Menschen, beinahe zufällig, beleuchtet. Dieser kleine Funken Leben, der über die Erde hüpft und geht und kommt und geht und kommt und geht und weiter geht, bis er erkennt, dass er dem Sehnen, dem Horizont entgegen eilt und nie erreicht und beides doch das Ziel bedeutet, das Unerreichte zu vervollkommnen, ihm eine Würde abzuringen und das Glück zu finden. Das Glück, dass er lebt und erlebt und Leben entwirft, es erschafft und weiter reicht. Weiter an etwas, das er nicht erfasst, das ihn aber erfasst und erfüllt und trägt und begründet. Der Grund. Jetzt ist er da, denke ich. Der Grund zu Sein. Das ist die Frage.

 

23/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio // Der Schnee im Fenster. Eine Übersaeung kleinster Sterne, Gegebenheiten, Augenblicke individueller Existenzen in kristallinen Daseinsformen der Vergänglichkeit. Die Welt, eine klangliche Formation Bestimmung. Die Erde, still, rotierend, eine Ausmessung Möglichkeiten. Leuchtet sie, könnte ich sie von weit her sehen? Mit welchen Augen? Mit welchem Sinn? Ich wünsche mir einen neuen Sinn. Einen Sinn, der weiter und weiter sieht und hört und wahrnimmt. Einen Sinn, der das Glück erkennt. Einen Sinn der die Welt und die Erde als Glück des Daseins erfasst und das Menschsein in seiner Wirklichkeit. Einen Sinn, der die Genese der Sprache sieht. Ihre Existenz. Das Sehen aller Existenzen. Alles. Alles als Ausdruck von Bewusstsein. Alles, in Resonanz gebildete Sein. Alles und alles in diesem Alles, das Bild des Wirklichkeitsraumes, nie abgeschlossen oder begrenzt, das Schwingungsmembran, das den Übergang vom Feinstofflichen und Stofflichen darstellt. Das ist die Kunst.

 

22/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn // Zwischenzeitlich sind die Lichter erloschen. Die Zeit enthebt sich mit ihren Geschehnissen. Die Stimmen sind leiser geworden und verebben gänzlich, die Ratschläge der Räte, die Hoffnungen, die Statistiken, die Tabellen, die gesammelten und angehäuften Zahlen, die aufgeworfenen Verkündigungen und Vorschriften, die Absagen und Zusprachen, die über, der sich ausbreitenden Angst, Mäntel aus Trost und Aussicht verhängen, die Auslassungen, auch die Nachrichten und Meldungen schweigen, die Medien schweigen, die Ausrufe und Aufrufe schweigen, die Filme und Rollen haben Risse, ihre Tonspuren, ihre Abstimmungen, die Bilder zersplittern, die Kulissen, ihre Beleuchtungen schwanken, die Stimme des Fernsehsprechers, diese der Regie, die Gedanken hören auf zu kreisen, das Gelernte verfällt, das Verlangte entgleitet, das Angepasste verliert seine Funktion, die Maschinerie ihre Bedeutung und Überwachungen, die Kontrolle ihren Sinn, der Lärm steht still.

Ich sehe einen Menschen, wie er in seine Hand sieht, wie er seine Hand hebt, wie er seinen Kopf hebt und in den Baum ohne Blätter schaut. Wir hören einen Vogel singen. Die Welt atmet auf. Das ist die Zukunft.

 

21/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“), #sinus // Was führt den Tag ins Unendliche? Die Sprache? Das Wort? Das Bild? Es flimmert. Stimmen streunen durch die Stunden. Der Versuch einer Koordination, einer Übereinstimmung mit dem Gesehenen und Gehörten bleibt mir überlassen. Beides stellt sich nicht ein, nicht zusammen. In allen Sinnen setzt die Suche nach einer Resonanz ein. Was anders nicht sein kann, bleibt in seiner Struktur begrenzt. Ich überbrücke die Passagen. Der Inhalt tauscht sich mit der Form, so wird er sichtbar. Der Dialog des Seienden mit dem, was in Wirkung ist. Im Ungewissen ist das Licht am hellsten. Dort, tagt es. Es ist. Es ist umnachtet. Das Leben erscheint im Ungewissen. Da ist es, was es ist. In Wirklichkeit ist es unwirklich. Es gibt keine Bezeichnung für diesen Zustand, denke ich. Das ist die Vergangenheit.

 

20/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) // Welt und Mensch. Ephemere. Wissen ist nicht endgültig. Keine Tabelle, keine Strategie, keine Berechnung. Das sind Fahrpläne ins Ungewisse, denke ich. Wissen ist nicht endgültig. Eins und Eins ist nicht Zwei. Vielleicht einmal, geschieht es so, wenn das Glück da ist. Vielleicht einmal ist es Glück. Vielleicht einmal, ist es zufällig so geglückt und ein Mensch hat es gesehen und gesagt: Eins und Eins gleich Zwei. Eins und Eins ist Alles; habe ich mir überlegt, schon als kleines Kind, seither ist die Welt eine andere. Jeder Augenblick ist ein Augenblick im Augenblick, mit jedem Atemzug, flunkert sie, dreht sich einwenig, schaukelt, blinzelt und erfindet ein neues Wort. Das neue Wort ist nicht ein Wort, das Wort ist eine Welt und sie ist alle Worte in dem einen neuen Wort und noch viel mehr. Sie ist die Bewegung in der Bewegung ihrer Auflösung in eine andere. Das ist die Gegenwart.

 

19/20 – abandoned thread

 

#Sprache #Poem #rûm #nocte somnium #*talō // Hier, ist ein unbegrenzter Ort. Das in Sprache gefasste, das Bild, dieses Geordnete, ist flüchtig. Es verschiebt den Menschen in den immer selben Unzusammenhang der Realitäten. Das hätte ich nie gedacht. Ich sollte aufhören, die Welt als einzig reales Lebensgebilde anzunehmen. Viel spannender ist die Wirklichkeit, in der die Erde einwenig schwebt, in ihrem Wandel. Leben ist keine Zahl.

 

18/20 – abandoned thread

 

#Sprache #Poem #rûm #nocte somnium // Einwenig Nacht. Wo die Berichterstattung nichts erfasst, keimt das Unvorhergesehene. Es flunkert in der Stirn. Lächelnd geht die Sprache zum Horizont und deutet die Sterne. Wo sind wir Lichter? Kunst ist die Wissenschaft der Seele.

 

17/20 – abandoned thread

 

#Sprache #Poem #rûm // Betreten ist ein unendlich langer Schritt.

 

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