9/21 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio, #al- (wachsen), #Kanon. #wesan ‘das Verweilen an einem Ort, φύσις #phýsis – Natur, #Contemplatio „Richten des Blickes nach etwas“, #theórema ‚Angeschautes, #sýnthesis„Zusammensetzung“, „Zusammenfassung“ , Genesis (γένεσις), ein Segel #segal, #χυμεία chymeía „Vermischung“, #apokálypsis, „Enthüllung, #res, ‚Sache‘, ‚Ding‘, ‚Wesen‘ //

Deutung und Bedeutung ist Kultur. Jede Kultur ist ihre Geschichte, lebt ihre Vision und bewegt das Individuum im Gesamten. Ich kreuze die Zeit. Ich trete zur Seite. Ich wende das Blatt. Das Blatt im Wind. Ich blättere den Wind zur Seite. Er kreuzt meinen Atem. Wir atmen das selbe Blatt, wirbeln, tauschen uns. Die Sprache. Sie verweht die Worte, fasst sie hinter mir zu einem Knäuel, ich rolle ihn vor zu auf, zu etwas Tatsächlichem. Ein Lebensplan. Wie vielen Sachen werde ich auf der Welt begegnen? Was unterscheidet Dinge von Sachen, die Sprache vom Wort und mich vom Blatt? Ich bin ein Gras, habe ich als Kind eines Morgens gesagt. Aber niemand hat es bemerkt. Das ist Realität.

 

8/21 – abandoned thread

 

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Konturen. Eine Loslösung. Hinreichen und sich über den Tisch beugen, sich unter ihm hindurchziehen lassen, in eine Aufrichtigkeit. Sie einfordern braucht Mut, sich einzugestehen, dass Leben sich selber erfasst. Das Lebensbestimmende. Leben ist nicht eine Auslassung der Wahrheit, die es gilt zu überleben. Wo wir sind, sind wir nicht ewig in der Ewigkeit, in der wir drehen und das Erdendasein sich ergibt. Ohne Ewigkeit, sind wir nicht. Die Welt. Die Wirklichkeit, die Erde, kein Anfang und kein Ende. Materie ist träge, ein zu ertragenes Mühsal aus Gedanken und Anstrengungen, die es zu überwinden gilt, so scheint es, zur Zeit. Doch, wo der Tag hingeht und das Wort in die Augen fällt, das Licht auffächert, ist eine Lücke, ein kleines schwarzes Loch, durch dieses ist die Zeit zu sehen, ein kleiner Raum, ein Funke Galaxie, eine kleine Erscheinung Welt. Sie ist nicht rund, staune ich, sie bedeutet eine Spirale. Das ist Transzendenz.

 

7/21 – abandoned thread

 

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Segel. Ich taste nach dem Frühling. Die Tage, aufgeraut, die Haut. Der Winter, aus den Bäumen gefallen, wo ich stehe und sein Ufer bin, seine Insel. Wer schüttelt den Himmel, dirigiert die Flocken, die Dämmerung? Weidengeäste zeichnen Zeichen, zarte Schattenlinien, hieroglyphisch kryptische Botschaften, zu Kristallen getrocknet. Weiss, unberührt, liegt das Feld vor mir, ein Schneemeer ohne Welle, ohne ihr leises Seufzen, wenn sie aufschlägt, sich über den Grund dehnt, seinen Rand erreicht, beinahe, beinahe ein Land ufert, ein Rauschen in meine Erinnerung im Sog zurück. Eine Rückkehr des sich Verlierens. Das summende Glitzern einer zerbrechlichen Stille. Der Mensch lebt seine Prophezeiungen nach, habe ich vor einigen Tagen gedacht, er nennt es Schicksal. Ursache und Wirkung werden zu einer Realität, die er zu berechnen weiss, damit Leben am Leben bliebe, eine Realität, die sich in einem Reagenzglas beweist, eine isolierte Wirklichkeit, eine entworfene Kausalität, eine Schlinge, eine Unendlichkeit, der Mensch, wie ein Fisch ohne Wasser, bunt, mit vielen Namen, bleibt am Ufer zurück. Ein Wendepunkt ist kein Ort, rufe ich ihm zu. Das ist Allchemie.

 

6/21 – abandoned thread

 

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Überbringen. Schneereiche Zeit. Vergänglichkeiten, die der Himmel aufbereitet, ausbreitet und allem eine Stille auferlegt, da, wo der Mensch durch seine Struktur des Denkens hindurch fällt, wankt, sich nicht mehr erkennt, seine Überlegungen überholt, sie auslöscht, sie übergeht und untergräbt, hochstemmt, abgibt, da irrlichtert er durch sein Eigenes, ohne Navigation, ohne Begeisterung, ohne Natur, kreist er ewig. Ohne Hören, ist nichts zu sehen. Nichts ist ein Ohr, stelle ich mir vor, hinter ihm ist Sprache, in ihm ist das grosse Wasser. Dehnen sich die geistigen Räume, entsteht die Leere, die das Wort bildet, ausbildet, formt und eintritt, ein kleines kristallines Etwas, ein winziges Nichts, es wird Schöpfung. Logos. Das ist Licht.

 

5/21 – abandoned thread

 

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Wo wir alle geblieben sein werden? Ausser dem, ausser dem Wir, Aussen und Innen gekehrt, in einer Verschränkung, in vielen Auslassungen innerhalb des Gesprochenen. Die Heimlichkeit, das Geheime und das Offengelegte der Zeit, zeichnet die Gegenwart. Die Attribute des Schnees. Er fällt vor meinem Fenster, er bedeckt, was Welt ist. Welche Bedeutung ist Welt? Welche Bedeutung ist Erde? In welchen Konglomeraten bewegt sich der Mensch, seine Gedankenwelten, die Vorstellung spiegelnd, über die Natur stülpend, sie bedeckend und begrabend mit Ideen, was Welt ist, was Erde innerhalb von Welt ist, was Gedanke ist, was Verstand ist und was die Annahme einer Wirklichkeit, die existiert und doch die Veräusserung der Unklarheit und der Machtlosigkeit, was sich in einem Jetzt abspielt, als das einzig Wirkende deutend, bleibt? Was ist Welt? Weit mehr. Welt, ein Bewusstsein. Welt, ein Leben. Welt ein Zustand, den die Erde trägt und die Erde, getragen als Raum der Schöpfung, dreht und dreht und dreht. Darum ist die Erde rund, habe ich als Kind gedacht. Wie sollte Schöpfung etwas hervorbringen, das nicht ins Gesamte wirkt? Wie sollte Schöpfung vergessen, dass alles Grund ist, dass alles Sinn ist? Schöpfung entzieht sich der menschlichen Kontrolle, der Mensch kann sich aber nicht der Schöpfung entziehen. Er bleibt in ihren Zusammenhängen. Er ist Teil, Teil ihrer Gesetzmässigkeiten. Ihres Wandels. Ihres Sinns. Ihres Seins. Das ist Chaos.

 

4/21 – abandoned thread

 

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Der Verlauf ist hängen geblieben. Die Realität ins Ungewisse verschoben. Die Theorien überhöht, das Wissen wankt, die Gewissheit dämmert. Immer während, ist wirtschaftlicher Fortschritt ein Holzweg, seine materielle Ausrichtung ohne Materie, ohne lebendigen empirischen Sinn, ohne Substanz, ohne Entität. Wesen, das erste zu Erkennende im Geist. Die Gestalt. In ihrem Ursprung wandelbar, in ihrer Erscheinung Wort geworden, verdichtetes Sein. Sein. Sind. Sind wir im Sein? Sein, das Wir? Die Wirklichkeit, des, Wir sind? Sind wir wirklich im Sein dieser Wirklichkeit des Wir? Wir. Wir sind wirklich im Zusammenhang, wir hängen im Nichtmateriellen zusammen, dem eigentlich Eigenen, dem Sein, im Feinstofflichen des Nichtstofflichen. In diesem Wir der Elemente, in diesem Wir des Nichtseins, das wir auch sind. In dieses Einsame gehe ich ein, wenn ich gross bin, habe ich mir als Kind vorgestellt, da ist so ein winziges Nadelöhr im Himmel. Da passt nur die Seele hindurch, nur ein Wort, das Sein ist, das ich bin. Das ist Wesentlich.

 

3/21 – abandoned thread

 

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Was entsteht? Und ist alles getan, fängt das Leben an, denkt das Denken. In einem anderen Sommer, vor oder nach diesem Winter. So genau weiss ich es nicht mehr. Ohne diese Gewissheit, des, sich im Zeitlichen Bewegens, erscheinen die Bedingungen des Lebens in einem anderen Bezug. In welchem, stellt sich die Frage. Welcher Bezug ist massgebend? Auf was beziehe ich mich im Zeitlichen und auf was im Nichtzeitlichen? Warum existiert beides, wenn nur das eine, zeitbedingte, den Menschen bestimmend sollte? Welche Vorgaben? Was gibt sich vor und bestimmt? Über das Leben? Über das Menschsein? Über die Natur? Über die Schöpfung? Über die Bestimmung? Was entsteht, führt zur Kunst und ihrem Ursprung. Entstehen zeigt, was ist. Kunst ist dessen Reflektion, eine Wiederspiegelung der Verdichtung schöpferischer Kräfte. Die Spur und die Gravur geistiger Prozesse. Alles in Allem, ist sie Natur. Alles in Allem, ist sich Natur. Schöpfung und Kunst. Die Bedeutung des Lebens, ist in ihr angelegt. In allem. Das ist Authentizität.

 

2/21 – abandoned thread

 

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Das Bleibende und das Vergängliche. Klärung und Gegenwart. Was hat das Menschsein im Sinn? Ist es bei Sinnen? Ist es Sinn und erfüllt ihn, als Sinn? Sinnerfüllt? Sich dessen gewahr? Einer Wahrheit? Sich aller Wahrheiten gewahr? War der Mensch Mensch oder wird er Mensch? In Wirklichkeit? Ist die Wirklichkeit Mensch? Menschsein? Ist es wirklich? Ist sich der Mensch seiner Wirklichkeit Sinn? Weltwürdig? Das Übrige geschieht. Die Phänomene verdichten sich zu Leben. Leben zu Räumen. Räume zu Welten. Welten zu Dingen und Sachen. Welten zu Vergänglichkeit. Diese zur Ewigkeit, Ewigkeit und Sprache. Da. Da, nicht dort ist Existenz. Nicht in einem anderen Zustand. In allen Zuständen ist Menschsein zugegen, ist er Fisch und Vogel und Berg und Baum zugleich, zu gleichen Anteilen, nur unsichtbar. Nur unsichtbar. Bar der Sicht. Bar des Üblichen. Nichts ist ausgelassen, nichts ist gefasst. Die Komplexität des schöpferisch Seins auf allen Ebenen, das Verbundensein mit den Wandlungsprozessen, die Wirklichkeiten erschaffen, die Dimensionen des Lebens. Nichts und Alles. Das ist Glück.

 

1/21 – abandoned thread

 

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Das Wesentliche ist Inhalt, Bild und Klang geworden. Logos. Das Wort. Es erschafft den Erkenntnisraum, Dasein und das Jenseits des Diesseits, die Mitte der Zeit. Einem Visavis gegenüber zu stehen, einem Rauschen, einem Laut, der von weit her, von hinter dem Hügel, zu kommen scheint, – ich nehme seinen Faden auf. Die Sonne zieht eine Wolke vor ihr Gesicht. Die Wolke fängt zu schneien an. Die Dämmerung tritt auf. Die Königin der Nacht. Ein Oratorium. Ich schreite seinen Gang ab und summe eine Ode an das Leben. Das Leben erleben, das Wort, das Sprachgewordene, das Innige, das Plantetrische. Was habe ich alles gezählt? Was hat mich gezählt? Was zieht die Zahl zu sich hin und verwirft sich mit dem Unendlichen? Die Matherie? Das Sein und das Nichtsein?- Zwei Existenzen, die sich entgleiten und folgen, erreichen und verlieren, das Eine zum Anderen werdend. Die Mitte zur Peripherie, die Tiefe zur Höhe, der Grund zur Quelle. Welcher Anlass ist Menschsein? Welches Sehnen, welche Antwort? Welche Vergleiche und welche Gleichung. Alles, ein Radius, alles, eine Form und eine Leere. Einen Inhalt und eine Frage? Einen Bezug? Welche Frage? Welchen Bezug? Welches Nichts mit Allem? Das ist die Mathematik.

 

25/20 – abandoned thread

 

#Sprache, #Poem, #rûm, #nocte somnium, #*talō, #al-ǧabr „das Zusammenfügen gebrochener Teile“) #ὁρίζων horízōn, #inspiratio, #al- (wachsen), #Kanon // Illusion und Bestimmung. Neben der Zeit liegen Räume unzähliger Dimensionen. Es hatte begonnen farbig zu sein. Es hatte begonnen zu schneien. Es hatte begonnen zu atmen. Es hatte aufgehört zu denken. Es hatte aufgehört zu verstehen. Es dämmert. Es? Einen Streifen Hell am Himmel. Sanft über die Bergkuppe hebt der Wind die Welle. Gischt um Gischt. Die Welt schäumt. Ich greife nach ihr, während sie sich mir entzieht. Sie verfestigt sich, in ihrer Auflösung. Äonen. Ich rufe vorwärts, rückwärts. Mein Echo erreicht mich Lichtjahre später. Die Erleichterung, im Aufwachen, sich des Traumes gewahr zu sein. Dem Leben. Diesen Strängen aus Wirbeln, die sich mit dem Hauch der Seele in Bewegung gebracht haben und immer während, in der Ewigkeit, dieser Bestimmung folgen. Ohne Ursache und Wirkung zu sein. Ohne Gegensatz und Widerspruch. Ohne Vollkommenheit, ohne Unzulänglichkeit. Da geht ein Mensch, am Anfang dem Anfang entgegen. Er trägt die Würde in sich, seine Sprache, sein Wissen, sein Menschsein, sein Weltsein. Sein Ganz sein im Teilsein. Sein Wandel im Sein. Das ist Natur.

 

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