Aus den Nischen hat sich das Wort in die Zeit gelöst und Bewusstsein reflektiert dehnt das Licht sich aus erschafft die sichtbare Welt aus ihr das Lesbare der Geschichte in die der Mensch eingebunden wirkt wird dasselbe ohne die Struktur formlos das Sein bestimmen das wissend die Wesen erzeugt und in sprachliches Dasein die Dichtung Welle um Welle Klang um Klang weit in die Sinne entwirft und das Ahnende, das in den hintersten Winkeln Bild wird.
/ Endlostexte, Stich für Stich, Wort für Wort vorzu entstehend /
Zwischenraum und Leere …langsam ist das Blau zu einem Rot geworden. Diese Wegstrecke gehe ich öfters und denke über die Klarheit eines unverständlichen Textes nach. Er ist einfach sprachgewordene Energie, denke ich, ein Echo im Raum der Möglichkeiten aller Bilder. Ich schaue zurück an den Anfang, der vor mir liegt. Das Inhaltliche injiziert eine Leere…
„Über die Poesie der Nischen“ und andere Kartografien
Filo, der Faden, das Garn, die Spur; Gramma, das Geschriebene, die Botschaft.
Filogramme, so nennt die Schweizer Künstlerin Marianne Büttiker ihre Stickereien und an Kartografien erinnernden Zeichnungen, die sie auf Spazier- und Erkundungsgängen während ihres Atelieraufenthaltes an der «Cité Internationale des Arts Paris» 2021 geschaffen hat.
Marianne Büttiker widmet sich im Werkzyklus «Über die Poesie der Nischen» jenen Augenblicken unseres Alltags, in denen ein Lichtstrahl in einen Raum fällt,eine Stelle beleuchtet und das vorerst Verborgene und Vergessene hervorhebt.
Stich für Stich, Farbe für Farbe, entstanden an Orten und verborgenen Winkeln in Paris handgestickte, gemalte Kartografien und kleine Wandobjekte.
Vernissage: Samstag, 20. August 2022, 12 – 16 Uhr,
Und in all den Winkeln und Nischen Blüten und Kelchen würde nichts geschehen wenn nicht Staub die Lücken und Leeren bereichernd ihnen das abhanden Gekommene mit einem Weltbezug füllen und sanft wiegend den Staub aus den Blüten Kelchen und Gefässen in eine Vermehrung verwehen würde die unzähligen Endlichkeiten flüchtiger Zustände des Lebens nicht zur Zeit im Werden vergehen mit allem Blühen würde Natur nicht zur Natur würde Staub nicht ihr Phänomen nicht als Element zum Element reflektierenden Staub zu Staub werden. Staubtuch mit vorzu aufgewischten Wörtern über die Poesie des Staubes.
Und in allem ein Wort und ein Bild auch wo nichts ist ist ein Vorbild in Wirkung das erscheint mit dem Wort schon lange bevor es als Sprache den Raum erlebt und wissend Einfluss wird in Wirklichkeiten in denen Sprache einkehrt geschieht Weltortung die sich auflöst sobald ein neues Wort das Bewusstsein verlässt und es sich spiegelt im Bild als Form kristallisiert wird alles 1x alles ohne Wiederholung ist sie Welt und alles in einem Augenblick zerstäubt das Bild in seinen Anfang wo es sich einnistet verpuppt es sich für eine Zeit bleibt es in seiner Wandlung bis es sich erkennt in einem Bild. Staubtuch mit vorzu aufgewischten Wörtern über die Poesie des Staubes.
Zeit begründet das Unerklärliche das in Worte Aufgelöste wird fassbar in einem Gefäss der Poesie in einer Reflektion über den Sinn des Lebens und dessen Inhalt er enthüllt sich selbst als etwas sehr Kleines als eine unendliche Einheit eines Staubwirbels ihn ausmessend und über alles Vergessen wissend wie eine Essenz sich konzentriert in ein kleines Universum Staub das im Licht auf und ab tanzt und ein Schweben und Atmen + in allen Farben ergibt sich aus dem Losen das Bild einer Wirklichkeit und ihrer Dichte vom Wind in einen Luftzug übergeben. Staubtuch mit vorzu aufgewischten Wörtern über die Poesie des Staubes.
Wie aus dem Nichts entsteht es das Häufchen aus feinem Flaum in der Zimmerecke dort bleibt die Zeit die ewige Bewegung Leben das sich vor zu entwickelt wie Staub der überall liegt und sich so vermehrt die Räume auffüllt und alles einbettet in einen wolkenähnlichen Zustand hinein der als Traum eine Bergwirklichkeit wird eine Insel eine Wüste mit Wildnis und wildem Getier und diese ausgesetzten Blumen am Wegrand wie kleine Geflechte über und über besteckt mit Tau und alles Kostbare das hinter der Tür liegend auf nichts wartet und leise summt bis es Wort ist. Staubtuch mit vorzu aufgewischten Wörtern über die Poesie des Staubes.
Ein stiller Ort wo Staub sich sammelt an den Rändern des Tages wird sich Zeit in den Augenblick gestalten als wäre es ein zufälliges Prinzip des Werdens dem es folgt in dem es wird eine lose Komposition unendlicher Variationen unzähliger Bewegungen worin sich das Bild findet das im Betrachten die Sinne erreicht und eine Vorstellung eine Genesis dem Vorhandenen entlockt es in seinem simplen Daliegen Gefühle des sinnlosen Fristens im Schatten von Betten und anderem Mobiliar neben Türen in Nischen und planetarischen Umlaufbahnen im Wind der Gedanken. Staubtuch mit vorzu aufgewischten Wörtern über die Poesie des Staubes.