2/18 – …zwischenzeitlich…

 


Vielleicht. Manche Tage erfassen sich nicht. Sie bleiben eine Zahl ohne Namen. Vielleicht nicht einmal eine Zahl. Ohne Worte sind sie. Wie Schnee. Eine unendliche Reise in der Endlichkeit einer Zeit. Sie ist es, die alles hält und sich selbst verliert. Uns. Immerzu. Immer sich öffnend. Und doch bleiben wir verloren. Zwischenzeitlich finden wir uns in ihrem Wiederkehren wieder. Anders. Immer wieder dieses Andere, das sich ändert, das uns verändert, an den Rändern, die wir zeitlich sind und uns entlanggehen, umkreisend, übergehend. Einzigartig, einsam sind wir dort geblieben. Wir haben vergessen. Wir, die wir geworden sind. Eine Summe, die wir Wirklichkeit nennen. Über sie hinaus haben wir nicht gedacht. Vielleicht gefühlt? Dort ist es. Unendlich. Schweigend. Nichts ist so still, wie dieses Wirken, in das wir einkehren. Einmal und immer wieder. Zeitlos.

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: II

 

1/18 – …zwischenzeitlich…

 


Wieviel Zeit ist ein Augenblick?

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: II

 

48/17- …zwischenzeitlich…

 

Wie weit ist Wirklichkeit?

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: II

 

47/17 – …zwischenzeitlich…

 

Zeitlich gesehen sind viele Aspekte, die wir im Leben entwickeln, nicht wirklich für die Ewigkeit tauglich.

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: II

 

46/17- …zwischenzeitlich…

 


Selten ist Zeit wirklich, was sie ist. In unserem Bewusstsein erscheint sie als eine verlässliche Struktur, die sie jedoch nicht einzuhalten gedenkt.

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: II

 

45/17 – …zwischenzeitlich…

 

Passagen: aus dem Projekt -tide- eine Rauminstallation: I
Und mit der Zeit rückt alles näher.

 

44/17 – Eden

 


Unterschiedliche Passagen: Entwürfe und Aufzeichnungen aus dem Projekt -Eden- eine Rauminstallation: Der König XIII

Nichts ist.

Immer ist es. In unseren Köpfen und Herzen. Ein Tor, sagt er. Sie öffnet die Augen. Sie lacht. Die Gesellschaft geht weiter. Der weiße Hund knurrt.

Ein weiterer Versuch. Nichts ist. In unseren Köpfen nicht und im Herz ein Tor. Eine Pforte. Wir sind. Und. Alles ist. Im Wirklichen ist nichts.

Oh, sagt sie.

Und erreicht das andere Ufer. Sie geht über die Brücke zurück. Sie lächelt. Luzius weiss es. Immer wird er dort sein und es ist unheimlich.

Benedicte schaut zurück.

Im Kopf dieses Irrlicht. Alles scheint leicht verwirrlich und schön. Wir begreifen die Schönheit nicht. Wir gehen weiter. Wir sind nicht mehr, was wir nicht sind.

Diese Anstrengung, sagt sie und nimmt einen Schluck Wasser. Was es bewirkt, wissen wir nicht. Die Jahre, sagt Paul. Wir sind einsam. Wie das Wiesenstück. Weißt du. Sie rafft ihr Kleid über die Knöchel und geht auf das Haus zu. Immer werden wir über diese Brücke gehen. Benedicte öffnet den Sonnenschirm. Auf unser Wohl und dieses der anderen, sagt Paul und hebt sein Glas.

 

43/17 -Eden

 


Unterschiedliche Passagen: Entwürfe und Aufzeichnungen aus dem Projekt -Eden- eine Rauminstallation: Der Brief XII

Es sind diese fliegenden Fische im Kopf,
die durch den Wald segeln,
während über der Lichtung der Mond hängt.

In seinem Schein lese ich,
den Wald,
neben mir steht der Augenblick still.

Fische segeln nicht im Wald
ich stehe nicht dort,
der Mond nicht still.

Wir sind geblieben,
nicht wirklich,
ich und die Fische im Mond.

Auf der Lichtung
öffne ich den Brief,
der aus dem Wald kommt.

Niemand ist dort,
lese ich,
der den Brief schreibt.

Der Tag klingt weiter,
das Grün wird nicht bleiben,
jetzt ist das Gelb leuchtend.

Es ist,
sagt der König,
so wie es ist.

Und schweigt.
Er ist sprachlos,
wie er ist.

Ich öffne den Brief
mit dem Mond,
aus dem Fische fliegen.

Mein Kopf ist voller Augenblicke,
während ich den Brief leer lese,
bis nur noch der Wald im Mond still steht.

 

42/17 – Eden

 


Unterschiedliche Passagen: Entwürfe und Aufzeichnungen aus dem Projekt -Eden- eine Rauminstallation:
Die Reise XI

Folgen wir einem Plan?
In Wirklichkeit nicht,
Wirklichkeiten sind nicht zu planen,
Illusionen schon.

Stell dir vor, es gäb uns nicht,
der Tag, die Nacht, die Worte,
alles, was Sprache ist,
wäre nur ein Hauch im Wind.

Die Bilder gingen uns verloren,
die Farben und das Glück,
die Flügel und den Garten,
der gesamte Lebenstraum.

Oberon hüstelt verlegen,
William, ich weiss, ich weiss,
wir fangen mit dem Ende
wieder von Vorne an.

Der König schweigt,
die Muse leutet mit einer Glocke,
Apollon verteilt die Attrubute,
Pan kehrt die Nebel hinter den Olymp.

Ich fliehe, sagt die Fee zu Odysseus,
diese Nacht ist mir zu lang,
auch die Gage reicht nirgends hin,
höchstens bis zum nächsten Baum.

Ich werde diesen Ort verlassen,
hier zu warten macht keinen Sinn,
wo ist die Kunst nur geblieben,
metaphorisiert ein Cherubin.

Penelope zählt die Tränen in den Koffer,
sie ruft Oberon an ihre Seite,
der König ist wie immer sprachlos
und seufzt, es ist alles kompliziert.

 

41/17 – Eden

 


Unterschiedliche Passagen: Entwürfe und Aufzeichnungen aus dem Projekt -Eden- eine Rauminstallation: Der Übergang X

Zwischenakt //
Die Stücke sind unverbindlich,
unveränderbar im Wandel,

Pan verbeugt sich, Oberon rügt die Feen,
Posseidon flutet den Herbst mit gelb und roter Farbe
ich stehe etwas verloren auf der Lichtung,
der Stuhl des Regisseurs bleibt leer.
Es gibt Zeit und Zeit sagt Oberon
und nimmt den Engel in seinen Arm,
Pan summt hinter der Kulisse,
eine Ode an den Traum,
wir sind und wir sind nicht,
hier wie dort die selben,
nicht so, wie andere sich uns denken,
nicht so, wie das Kostüm erahnen lässt,
wie sollen wir erwachen in uns selbst,
wenn wir uns nicht erkennen?
Es sei so, ruft Poseideon,
die Winde erheben sich mit ihm,
die Feen zittern, die Lichter und das Herz,
der Traum, die gesammte Welt,
Tamino rennt mit seiner Flöte an
die wilden Tiere tanzen,
ich klammere mich an eine Kordel,
die den Vorhang im Bühnenhimmel hält,
sie fällt, der Vorhang mit seinem Himmel,
William mit seiner Entourage,
in den Orchestergraben,
dort ordnet Paganini und der Flötist
die Partituren neu,
schau, ruft er zu Oberon hinauf,
über dem Garten Eden,
zieht Phönix seine Runden.

 

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