« | »

spaceF3 In einer meiner Aufzeichnungen über die Leere eines Raumes, konnte ich lesen, dass es sehr schwer ist, den Inhalt eines leeren Raums zu beschreiben, ohne ihn nicht mit etwas zu füllen, was nicht in ihm zu finden ist, sondern nur in meiner Vorstellung, von dem, was in der Leere eines leeren Raumes zu finden wäre, würde ich so wahrnehmen, dass ich das, was ich nicht sehe, in Worte bringen könnte. Ich nahm nun der Einfachheit halber einen Bleistift, um die Leere einzufassen, mit einer Kontur, der sie zu dem macht, was sie ist. Während ich nun die Linie über die weisse Platte ziehe und als einen, sich fortbewegenden Körper beobachte, entsteht durch eine viermalige Richtungsänderung ein neuer Körper; Leere, Raum, Zeit, Linie, Kontur und Körper sind weder voneinander zu lösen, noch nur durch das eine zu beschreiben. Dem zu Folge wäre jetzt das Licht und die Farbe der nächste Schritt, um die Arbeit über die Leere eines Raumes fortzusetzen. Lasse ich nur den Anfang eines solchen Raumgebildes auf der Platte entstehen, liegt in seiner Ecke, die Möglichkeit des Lichteinfalls, der durch den Schatten der Linie eine Ahnung von Farbe in das Auge fallen lässt, was aber auch nur eine Ahnung bleibt, weil das Licht wandert und über den Rand hinaus in die Fläche flieht. Wie ist nun aber eine Minute zu konturieren? Welche Form und welche Ahnung von Inhalt und Leere, machen eine Minute zu einem Körper, der den Raum beschreibt, in dem die Bewegung einer Linie Zeit umfasst?

Comments are closed.