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A1 Die Sammlung der Minuten in Zeit. Diese kleine Filmreihe aus Minutenzeichnungen entsteht so, wie ich sie zeichne: „Ab Blatt“ . So nenne ich dieses konzentrierte Arbeiten in der kurzen Zeit, die mir an Tagen, in denen ich im Museum und im Restaurant nach dem Ursprung der Zeit und nach der Erhaltung der finanziellen Existenz forsche, bleibt. Es sind Zeichnungen die ich in der Zimmerstunde, also in den Arbeitspausen entwickle, wenn ich unterwegs bin, von einem Ort zum andern, es sind Aufzeichnungen über Tage, über Gespräche, Beobachtungen, Erinnerungen, Begegnungen, über die Bedeutung einzelner Worte, Gedankensprünge, sie entstehen auch am Morgen, sie bereiten die grossen Bilder vor, es sind Fragen, denen ich nachgehe, Fragen über das Leben, über das, was wächst, über das was gerade ist, über das, was ich nicht sagen kann, über das was ich entdecke, über das, was ich finde, wenn ich nicht suche, nicht denke oder überlege, es sind unmittelbare Bildnotizen von Minuten, in denen ich mich frei bewege, ohne Vorstellung, ohne Zeit, ja es sind Blätter, die entstehen, wenn ich eigentlich keine Zeit hätte und mit ihr zu spielen anfange, sie immer wieder neu erfinde, in der Stunde, die mit bleibt und die doch vergeht, irgendeinmal, irgendwann. Was zurückbleibt ist ein Zeichen, eine Spur, eine Spanne Glück. Ich eröffne dafür ein Archiv, ein Archiv für glückliche, unendliche Minuten.