ikon. Archiv1 Was zur Sprache kam, hatte seinen Anfang im Staunen.

 

 

aphel. Archiv1. Die Suche blieb ein Einfaches. Das Finden der Suche ein Leichtes. Doch das, was ich suchte zu finden, war eine andere Seite der Nacht und das daraus Gefundene entschwand mit dem Morgen aus meiner Hand.

 

Fluids, Kunsthalle Schirn, Frankfurt.

 

DIARIUM fluids9. Stundenbauplan. Spiegelung. Nichts, nichts hält sie auf, die Zeit.

 

 

DIARIUM fluids8 Stundenbauplan. Spiegelung. siderische-stiege. Dein Wort ist wie ein Flügelschlag in meinem Leben.

 

 

DIARIUM fluids7. Stundenbauplan. Spiegelung. Das Ereignis. Notizen: „Sich in eine Idee geben, um zu erleben, was daraus entsteht“. Funktioniert das Namenlose in der heutigen Zeit? Kann, Kunst-ein Ereignis, wie Fluids als zeitgenössische Ästhetik bewegen?“ „Das Vergängliche berührt“, diese Einsicht gaben mir die vielen staunenden Menschen, die während und nach dem Aufbau der Eisskulptur das „Ereignis“ besuchten. Die Frage nach dem Sinn ein Werk, aus einem, sich in Wasser auflösenden Material, zu schaffen, tritt in den Hintergrund. „Mit den Sinnen begreifen“ , dass der Mensch am Vergänglichen baut, in einer Gemeinschaft für eine Gemeinschaft, war das Wesentliche. Mit Händen berühren, was mit der Zeit vergeht. Das Unverbindliche schafft Verbindungen.

Spiegelung. Die Konturen, sie verschwimmen durch die geschliffene Transparenz. Sie werden zu einer, sich verändernden Form, je nachdem, wie ich den Kopf bewege. Auch so kann ich die Welt sehen. Hebe ich den Kopf zum Himmel, sind die Wolken dem Gesicht nahe. Ich höre sie vibrieren. Jedes Partikel Wasser, ein Ton. Die Welt gleitet ineinander. Die Zeit hebt sich aus den Minuten und sterbt dem Vergangenen entgegen. Ich staune. Beuge mich über das weisse, unbeschriebene Blatt und warte auf das, was erscheint. Die Linie, eine Gerade, die einen Bogen zeichnet und ich denke daran, die Welt zu umranden. Können Gedanken Wünsche erfüllen?

 

 

DIARIUM fluids6. Stundenbauplan. Nacht der Museen. Nacht der Lichter. Nacht der Stunden, die vergehen. Was bleibt ist das Staunen, über die Dinge, die entstehen.

 

 

DIARIUM fluids5. Stundenbauplan. Der Zeitraum. Der Raum, den ich durchgehe, ist ein endlicher Raum in der Zeit, die dauert. Unendlich, so kann er mir erscheinen, in der Zeit, die vergeht.

 

 

DIARIUM fluids4. Stundenbauplan. Ich schreibe in Zeichen und denke in Bildern. Wenn sich spreche, beschreibe ich Zeichenbilder aus Bildzeichen, eine Spirale, eine Fuge Inhalt. Was zwischen den Worten, im Leerschlag, nicht ausgesprochen, jedoch angesprochen, das andere berührt, überspringe ich, ihn, den Leerschlag und es, das Ziel. Ich weiss, ich lese ohne zu wissen wohin es führt, wohin es führen könnte, wenn ich das Wort „Bild“ schreibe, das Wort „Eis“, das Wort „Zeit“.

 

 

DIARIUM fluids3. Stundenbauplan. Ein Lesezeichen in der Zeit, die vor der Zeit liegt, in der etwas geschehen wird. Ein weisser Schatten im Leerschlag zwischen Wortende und Wortanfang. Das gefrorene Dazwischen. Kristallklar. Das Quader, in dem die Zeit still steht, still zu stehen scheint, weil das eine, das es hält, der Raum ist, der sich auflöst und das andere wieder zu dem Raum wird, der er vorher war. Eine Silbe nur, ein Wasser, ein kleines Rinnsaal auf dem Beton.

 

 

DIARIUM fluids2, Schirn, Kunsthalle Frankfurt. Stundenbauplan. Das Bauen an der Zeit – in der Zeit, mit der Zeit, die zerfliesst, in der Hitze zerfliesst, in der Hitze der Stunden, durch die Stunden, mit den Stunden, in einem Augenblick, zerfliessend, war sie, im nächsten, nicht mehr.

 

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