


S1. Seeland. Welche Farbe hat der Wind über der Wasserfläche eines Süsswassersees? Welche Farbe hat das Wort Welle? Welche Farbe klingt eine Oktave höher wie Schilf. Warum sind die Möwen am See kleiner wie diese in Genua? Warum sehe ich nie den Horizont des Sees? Warum fliesst das Wasser des Sees nicht in die Richtung, in der die Winde wehen? Vergeht die Zeit am See in einer Minute anders, wie am Meer? Warum sind hier die Wellen kleiner? Wo sind die grossen Schiffe? Warum sind die Muscheln nur weiss? Wie viele Wolken überqueren einen See. Warum geht die Sonne nicht im See auf? Wie ist die Stille im See zu finden? Was sammelt die Worte in einem See aus kleinen Wellen? Welche Farbe hat die Nacht am See? Warum ist die Dämmerung blau? Warum ist die Mondstrasse auf dem See nur einen kurzen Augenblick lang zu sehen? Wo sind die Wiesen? Wie überquert ein Schmetterling einen See? Wer wohnt im Wasserschloss? Wie tauchen Vögel? Wie fliegen sie unter dem Wasserspiegel ? Warum ist es im Winter am See so kalt? Wie klingt der Wind im Schilf? Warum steigen im Winter die Nebel vom See über den Hügel.? Wo sind die Palmen? Wer füttert mit mir die Schwäne? Wer zählt mit mir die Augenblicke? Was sind Augenblicke? Wie viele rote Bänke stehen rund um den See? Was ist eine Landschaft mit See? Wie klingt Regen auf dem Wasser? Diese und andere Fragen stellte ich mir seit der Rückkehr vom Meer und meinen täglichen Ausflügen an den See im Seetal. Sie führen die Textfragmente und die Fotoserie aus Genua weiter und bilden einen monologischen Transit GENOVA-SEETAL. Dieser Teil der Installation ist den Unterschieden und den Gleichungen zweier Wasserflächen, Wellenarten und Ufern gewidmet. Sie bebildern und beschreiben die Suche nach der Poesie einer „gewöhnlichen“ Landschaft, in der man wohnt und lebt und arbeitet und nicht Ferien macht.
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